Vor Nach Indes vom Ursprung und dem Schlüssel der Kunst - Ein Langes Schwert Seminar mit Ingulf Popp-Kohlweiss

Indes – vom Vor ins Nach und wieder zurück
Langes Schwert Seminar mit Ingulf Kohlweiss

Zur Zeit im Fechten: Sekunden spielen keine Rolle. Vielmehr willst du als Fechter in Vor, Nach und
Indes denken. Das Vor ist jene Zeit in der du den Kampf kontrollierst und alles gut für dich aussieht.
Das Nach wiederum ist die andere Zeit in der du die Kontrolle über den Kampf verloren hast und es
stressig bzw. gefährlich für dich wird. Das Indes ist der winzig kleine aber äußerst wichtige Moment
dazwischen, in dem vom Vor ins Nach bzw. auch anders herum gewechselt wird.

Verständlicherweise empfehlen damalige Fechtmeister möglichst immer im Vor zu sein. Dennoch
bedeutet das meiner Meinung nach keineswegs die Augen zu verschließen und das eigene Nach zu
ignorieren, um dem anderen das eigene Vor aufzuzwingen. Vielmehr gilt es das Vor wie auch das
Nach zu akzeptieren und dadurch besser wahrzunehmen, das Indes aber zu suchen, denn das „Indes
ist der Schlüssel mit dem alle Kunst des Fechtens aufgeschlossen“1 und bietet dir den Weg ins
Vor.

In diesem Seminar wollen wir uns mit unterschiedlichen Techniken aus den 5 Meisterhauen und 12
Hauptstücken des Liechtenauer Systems zum Langen Schwert beschäftigen und in ihnen jeweils
einen starken Fous auf die Zustände des Vor/Nach/Indes legen und so unsere fechterische
Zeitwahrnehmung schulen.

1 (Sigmund Ringeck 39r)

 

Indes- from Vor to Nach and back again
Longsword Seminar with Ingulf Kohlweiss

About time in fencing: Seconds are less important. More important for you as a fencer is to think in
Vor, Nach and Indes. The Vor on the one side is the time in which you control the fight and
everything looks good for you. The Nach on the other side is the time in which you have lost control
and it gets dangerous for you. The Indes is the tiny but extremely important moment in between, in
which Vor changes into Nach and the other way around.

It is not surprising that fencing masters in their manuals from old times advice to be in the Vor.
Nevertheless in my opinion this does not mean to close ones eyes and ignore one self´s Nach and by
doing so try to force one self´s Vor onto the opponent. Instead the Vor as well as the Nach should be
accepted and therefore perceived better, but the Indes should be searched and through it – being
„the key which unlocks all art in fencing“1 – the Vor will be found again.

In our seminar we will take different techniques from the 5 Mastercuts and 12 Main Pieces of the
Liechtenauer System for German Longsword and train them with a very strong focus on the Vor,
Nach and Indes to increase our perception of time.

1(Sigmund Ringeck 39r)

 

WANN: Samstag, 24. Oktober bis Sonntag, 25. Oktober 2026
Sa.: 10:00 – 17:00
So.: 09:00 – 15:00
WO: Turnhalle des CVGs (Caspar-Vischer-Gymnasium)
Christian-Pertsch-Str. 4
95326 Kulmbach
Kosten: 60€/ Beide Tage
40€/ Nur ein Tag

Indes Mitglieder:
45€/ Beide Tage
35€/ Nur ein Tag

 

Anfänger und Fortgeschrittene
Das Fechtseminar eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und ist für jeden Teilnehmer offen.

Unterbringung:
Wer sich was zum übernachten suchen will hier:

Webseite Stadt Kulmbach (Link)

Verpflegung: Selbstversorgung bzw. Samstag Abend gemeinsamer Lokalbesuch (Bitte bei Buchung mit angeben)

Mitzubringen:
– Grundlegende Fechtausrüstung kann zur Verfügung gestellt werden, es empfiehlt sich aber die eigene Ausrüstung (Schwerter, Federn, Maske, Handschuhe, etc.), soweit vorhanden, mit zu nehmen.

Kontakt &Anmeldung:

per E-Mail an Indes Kulmbach
kulmbach-obmann@indes.at

Die Teilnahmegebühr bitte auf das Konto von Indes Kulmbach mit dem Verwendungszweck „Seminar 2025“ überweisen.

IBAN: DE60 7715 0000 0101 3733 55
BIC: BYLADEM1KUB

Es gelten die allgemeinen Stornoregelungen für INDES Veranstaltungen

Trainer

INGULF POPP-KOHLWEISS

geboren 1982, ist Trainer von INDES Salzburg (Österreich) für Langes Schwert, Langes Messer, Dolch und Ringen in der Liechtenauer Tradition. Er startete sein Training mit dem Langschwert in 2002. Über die Zeit beschäftigte er sich auch mit anderen Waffen und inkludierte diese in sein Trainingssystem. Zusätzlich zu HEMA hat er viele andere Kampfkünste und Kampfsportarten trainiert: Modernes Sportfechten, Boxen, Jujitsu, Capoeira, Taijiquan, Kendo / Kenjutsu, MMA (Mixed Martial Arts) und andere mehr. Sein Fokus liegt auf Bewegung und die Fähigkeit komplexe Bewegungen in einer flüssigen und kontrollierten Art und Weise auszuführen ist zentral in seinem Training. Sein Training ist eine Kombination aus fokussierten sowie spielerischen Elementen und er ist überzeugt, dass dies ein guter Weg ist, um die Meisterschaft anzustreben.

Weitere Infos zu Ingulf auf: https://www.indes.at/fechtlehrer/popp-kohlweiss/