Ringen

Mittelalterliches Ringen

Kampf- und Kriegsringen

Erstes Ziel im Ringtraining ist immer in der Fallschule ein kontrolliertes Fallen zu erlernen, um das Verletzungsrisiko im Training niedrig zu halten. Dies ist Voraussetzung für ernsthaftes Ringtraining. Zweites Ziel ist in einem Schlag- und Tritttraining eine saubere Kraftgenerierung zu erlangen. Erst nach erlernen dieser beiden Grundlegenden Fertigkeiten kann mit dem Erlernen der eigentlichen Ringtechniken begonnen werden.

 

Beim Mittelalterlichen Ringen handelt es sich um ein waffenloses Kampftraining, welches zur Vorbereitung auf den Ernstfall - sei es nun im Krieg, in einem Duell oder in einer betrunkenen Auseinandersetzung in der Gosse – geübt wurde. Auf Grund der Namensähnlichkeit besteht die Gefahr, es mit dem modernem Sportringen zu verwechseln. Auch wenn Ähnlichkeiten in manchen ausgeführten Techniken bestehen, so findet man im mittelalterlichen Ringen anders als im modernen Sportringen auch Tritte, Schläge, Arm- und Fingerbrüche, Bisse, etc. In einem Kampf auf Leben und Tod war und ist alles erlaubt, was die eigene Haut retten kann.

 

Besonders in frühen Fechtbüchern (vor ca. 1500) wird das Ringen als Grundlage beschrieben, aus welcher alle bewaffneten Kampfgattungen entspringen. Man lerne in diesem nicht nur handwerkliche Kampffertigkeiten, sondern vielmehr sei der Ringkampf eine angesehene Kunst mit Erziehungswert, von welcher alle „Höflichkeit“ kommt. Vermittelt werden sollen adelige Verhaltensstandards ebenso wie ritterliche Tugend. Aus diesem Grund gehörte das Ringen zum Erziehungskanon der Aristokratie und junge Adelige begannen ihre Ringkampfausbildung meist bereits in jungen Jahren.

Training

Ringen wird an folgenden Standorten trainiert: